Völkerwanderung

 im Aufbau - aktuell bis Blogfolge 115

Wann? Was?
1. Jh. n. Chr. Alanen werden (wahrscheinlich von den Xiongnu) nach vom Nordosten des Kaspischen Meeres in das Gebiet zwischen Wolga, Don und dem Kaukaus vertrieben
ab dem 2. Jh. Tschernjachow-Kultur der Goten im Gebiet nördlich des Schwarzen Meeres
238 Die Goten erobern Histria an der Donaumündung
ab 272 Goten siedeln in der von Rom aufgegebenen Provinz Dacia
4. Jh. Wulfila entwickelt eine gotische Schriftsprache (Wulfilabibel)
320 Goten unterstützen Licinius im Kampf gegen Konstantin
332 Friedensvertrag zwischen Rom und den Goten unter Ariarich
369 Friedensvertrag zwischen Rom und den Goten unter Athanarich
ab etwa 374 Zug der Hunnen nach Westen. Auslöser ist eine Dürrephase in Zentralasien ab etwa 360
374 Die Hunnen vertreiben die Alanen
376 Ermanarich, König der Greutungen, unterliegt den Hunnen. Ebenso sein Nachfolger Vithimiris
376 Valens erlaubt Fritigern, sich mit seinen Terwingen auf römischem Gebiet anzusiedeln
377 Verhandkungen zwischen Fritigern und dem römischen Statthalter Lupicinus eskalieren. Terwingen fangen an zu plündern und besiegen schließlich Lupicinus
bis 380 Athanarich König der Terwingen. Da er gegen die Christen vorgeht, spaltet sich unter Fritigern eine arianische Fraktion ab, die 378 die Römer bei Adrianopel schlagen kann
380 Greutungen unter Alahteus und Saphrax integrieren sich in das römische Heer
382 Theodosius I. gewährt den Goten Siedlungsrecht an der unteren Donau
395 Die Hunnen stoßen unter Basich und Kursich über den Kaukasus nach Armenien, Syrien und Kleinasien vor. Nach Niederlagen gegen die Römer und Perser ziehen sie sich mit Beute und Gefangenen zurück
395 bis 410 Alarich Herrscher der Westgoten

397

Eutropios schlägt die Hunnen, die über den Kaukasus eingefallen waren

397

Alarich vor Konstantinopel, kann die Stadt aber nicht einnehmen. Neuerlicher Friedensvertrag

399

Der Heermeister Gainas schlägt Aufstand von Tribigild nieder. Eutropios fällt in Ungnade und wird hingerichtet

400

Der Hunne Uldin schlägt Gainas am Unterlauf der Donau

401

Vertrag zwischen den Hunnen und Ostrom

401/402

Alarich zieht nach Italien, wird aber zwei Mal von Stilicho geschlagen. Er zieht sich nach Dakien und Makedonien zurück

405

Einfall von Radagaisis nach Oberitalien. Stilicho schlägt ihn mit der Unterstützung Uldins in der Schlacht von Faesulae bei Florenz

405/406

Uldin plündert Thrakien

Silvester

406/407

Vandalen, Alanen und Sueben überqueren bei Mainz den Rhein, um nach Süden zu ziehen
408 Uldin plündert erneut Thrakien
408 Die Römer bestechen hunnische Unterführer, die Uldin vertreiben
408/409 Die Westgoten unter Alarich belagern zwei Mal Rom. Die Römer kaufen sich frei
410 Die Westgoten unter Alarich plündern Rom
410 Alarich vesucht vergeblich, mit den Westgoten nach Afrika überzusetzen. Ein Sturm vernichtet seine Flotte
411 bis 415 Athaulf Herrscher der Westgoten (414 Eheschließung mit Galla Placidia, der Schwester des weströmischen Kaisers Honorius)
413 Athaulf unterstützt Honorius, die Usurpation des Jovinus und seines Bruders Sebastianus, auf dessen Seite er zunächst gestanden hatte, zu beenden
415 Sigericvh für sieben Tage Herrscher der Westgoten. Verhaftung von Galla Placidia
415 bis 418 Wallia Herrscher der Westgoten
416 Friedensvertrag zwischen den Westgoten und dem Weströmischen Reich
418 Den Westgoten wird eine Region in Aquitanien als Siedlungsraum zugewiesen (Tolosanisches Reich) - als Lohn für den Kampf gegen die Vandalen
418 bis 451 Theoderich I. Herrscher der Westgoten
422 Gemeinsamer Kampf von Westgoten und Römern gegen die Vandalen
425 Vergeblicher Versuch Theoderichs I., Arelate zu erobern
425 bis 434/435 Ruga Anführer der Hunnen (bis 430 gemeinsam mit Oktar)
428 bis 477 Geiserich Herrscher der Vanadalen
429 Die Vandalen setzen nach Nordafrika über
434/435 bis 453 Attila Herrscher der Hunnen (bis 445 gemeinsam mit Bleda)
434/435 Vertrag von Margus: Ostrom zahlt Tribute an die Hunnen und liefert Gefangene aus. Die Hunnen erhalten Zugang zu den römischen Marktplätzen
436 Aëtius schlägt die Burgunder
436 Vergeblicher Versuch der Westgoten unter Theoderich I., Narbo Martis (Narbonne) zu erobern
439 Die Westgoten schlagen Aëtius. Neuer foedus-Vertrag
439 Die Vandalen erobern Karthago
441/442 Hunnischer Feldzug nach Illyrien
447 Angriff der Hunnen auf Konstantinopel (nach einem Erdbeben) kann von Flavius Zenon zurückgeschlagen werden
447 Die Hunnen schlagen an der Donau den römischen Feldherrn Arnegisclus
447 Friedensvertrag zwischen Ostrom und den Hunnen zu für Konstantinopel deutlich schlechteren Bedingungen. Theodosius II. gerät zunehmend in die Kritik
447 bis 465 Valamir Herrscher der Ostgoten
448/449 Konstantinopel schmiedet Attentatspläne. Edekon soll Attila ermorden, verrät diesem jedoch die Pläne
451 Bischof Anianus organisiert die hinhaltende Verteidigung von Orléans gegen Attila und verschafft so Aëtius Zeit den Widerstand gegen die Hunnen zu organisieren
451 Schlacht auf den Katalaunischen Feldern: Aëtius schlägt im Verbund mit den Westgoten die Hunnen unter Attila
451 bis 453 Thorismund Herrscher der Westgoten
452 Attila greift Italien an und erobert u.a. Aquileia, Mailand und Pavia. Aëtius kann ihn mit einem aus Ostrom geschickten Heer zurückdrängen. Am Mincio wird im Beisein von Papst Leo I. der Abzug der Hunnen vereinbart
453 bis 466 Theoderich II. Herrscher der Westgoten
453 bis 469 Attilas Söhne Ellac (453 bisn 454), Ernak (nach 454) und Dengizich (454 bis 469) herrschen über Teilverbände der Hunnen
454 Der Gepidenherrscher Ardarich bündelt unzufriedene Anhänger der Hunnen (neben seinen Gepiden auch Rugier, Skiren, Heruler …) und schlägt die Hunnen vernichtend am Nedao
455 Die Vandalen plündern Rom
456 Ricimer, Sohn des westgotischen Herrschers Wallia, wird Heermeister im Weströmischen Reich
463 Aegidius, Heermeister des Weströmischen Reiches, der in Nordgallien eine autonome Herrschaft errichtet hat ("Reich des Syagrius") schlägt bei Orléans die Westgoten
466 bis 484 Eurich II. Herrscher der Westgoten
468 Ein Feldzug der Römer (West und Ost) gegen die Vandalen scheitert. Die oströmische Flotte wird besiegt
468/469 Endgültige Niederlage der Hunnen unter Dengizich
471 Eurich II. schlägt das weströmische Heer, Gallien ist westgotisch, nicht mehr römisch
472 Eurich II. erobert Pamplona, Saragossa und die Mittelmeerküste bei Tarragona. Die Eroberungen erstrecken sich schließlich auf ganz Hispanien
473 Das weströmische Heer schlägt Eurich und sichert Italien vor dem Zugriff der Westgoten
474 Friedensvertrag Ostroms mit den Vandalen. Deren Herrschaftsgebiet (Nordafrika, Balearen, Korsika, Sardinien, Sizilien) wird bestätigt
475 bis 487 Feletheus Herrscher der Rugier
476 bis 493 Herrschaft Odoakers als König von Italien ("rex Italiae"), der mit seiner Machtergreifung das Weströmische Reich beendet
477 Friedensvertrag Odoakers mit den Vandalen. Große Teile Sizilien werden von diesen gepachtet
477 bis 484 Hunerich König der Vandalen
480 bis 516 Gundobad König der Burgunder
481 Odoaker erobert nach dem Tod von Julius Nepos Dalmatien
481/482 bis 511 Chlodwig I. Herrscher der Franken
484 bis 507 Alarich II. Herrscher der Westgoten
486/487 Die Franken unter Chlodwig I. schlagen Syagrius. Ende seiner autonomen Herrschaft in Nordgallien
487 Pierius, ein Vertrauter Odoakers, zieht ins Rugiland und nimmt den dortigen Herrscher Feletheus und dessen Frau Giso gefangen. Feletheus hatte zuvor mit dem oströmischen Kaiser Zenon verhandelt, um Odoaker anzugreifen
487 bis 492/493 Fredericus Herrscher der Rugier
489 Theoderich, Herrscher der Ostgoten, zieht nach Italien und schlägt Odoaker
493

Der Herrscher der Ostgoten Theoderich ermordet Odoaker auf einem Versöhnungsmahl, nachdem zuvor ein Friedensvertrag geschlossen worden war

496 bis 523 Thrasamund Herrscher der Vandalen
507 Schlacht von Vouillé: Die Franken unter Chlodwig I. vertreiben die Westgoten nach Spanien
507 bis 511 Gesalech Herrscher der Westgoten
511 bis 526 Der ostgotische König Theoderich übernimmt auch die Herrschaft bei den Westgoten
533/534 Der oströmische Feldherr Belisar erobert das Reich der Vandalen
511 bis 531 Amalarich Herrscher der Westgoten
531 Die Westgoten unter Amalarich unterliegen den Franken unter Childebert I. bei Narbonne und verlieren weitere Gebiete in Frankreich
531 bis 548 Nach der Ermordung Amalarichs wird der Ostgote Theudis neuer Herrscher der Westgoten
534 Die Franken erobern das Reich der Burgunder
548 Theudis versucht mit den Westgoten nach Afrika überzusetzen, scheitert und wird ermordet
548 bis 549 Theudegisel Herrscher der Westgoten
549 bis 554 Agila I. Herrscher der Westgoten
552 Das oströmische Reich erobert das Reich der Ostgoten in Italien und Illyrien
554 bis 567 Athanagild wird im Bündnis mit Byzanz Herrscher der Westgoten, Byzanz errichtet eine Provinz in Spanien, die sich 80 Jahre lang halten kann
568 Die Langobarden erobern Oberitalien
568 bis 572/573 Liuva I. Herrscher der Westgoten. Er ernennt Leovigild zum Mitherrscher
568 bis 586 Leovigild Herrscher der Westgoten. Er macht Toledo zur Hauptstadt ("Toledanisches Reich")
572 Leovigild erobert Córdoba von den Byzantinern
579 Hermenegild erhebt sich gegen Leovigild, wird 584 endgültig geschlagen
585 Leovigild schlägt die Sueben, ihr Reich wird in das westgotische integriert
586 bis 601 Rekkared I. Herrscher der Westgoten
621 bis 631 Suinthila Herrscher der Westgoten
625 Suinthila vertreibt die Byzantiner endgültig aus Spanien
642 bis 653 Chindaswith Herrscher der Westgoten
710 bis 711 Roderich (letzter) Herrscher der Westgoten
711 Einfall der Araber nach Spanien. Die Westgoten unterliegen bei Arcos de la Frontera
718 bis 738 Pelayo Herrscher von Asturien, einem Nachfolgereich der Westgoten im Nordwesten Spaniens. Asturien wird 1037 von Ferdinand I. von Kastilien erobert und geht 1230 endgültig in kastilischen Reich auf
719 Westgotischer Widerstand gegen die Araber bei Tarragona
725 Westgotischer Widerstand gegen die Araber in Septimanien
9./10. Jh. Königreich Alanien im Kaukasus